Monthly Archives: Mai 2014

Schüler wählen Europa-Parlament

IMG_0786bDie Klassen 9 und 10 des Progymnasiums haben an der Juniorwahl für das Europa-Parlament teilgenommen. Vorher haben sie im Gemeinschaftskundeunterricht das Wichtigste zu Europa und zur Wahl behandelt.

Mit Hilfe des „Wahlomats“ haben sie die Positionen der unterschiedlichen Parteien zu 38 Themengebieten kennengelernt, sich mit den dazugehörigen Thesen und Argumenten auseinandergesetzt und sich ihre Meinung gebildet. Dass sie dabei fächerverbindend noch die Erörterungsmethodik des Deutschunterrichts geübt haben, wurde ihnen erst im Nachhinein bewusst…

Dabei war es wichtig, die Empfehlung des Wahlomats natürlich nicht unbesehen für die passende zu halten, gibt es doch neben den 38 Thesen auch noch andere, manche davon hat ein höheres als nur das doppelte Gewicht und mit keiner Partei erreicht man in der Regel eine Deckung von mehr als 80%. Außerdem hängt die Entscheidung auch von den Persönlichkeiten ab, die zur Wahl stehen. Die Glaubwürdigkeit der Umsetzung und der Stil, mit dem dies geschieht, lässt sich nicht allein an den programmatischen Sätzen einer Partei beurteilen.

Nach der gründlichen Vorbereitung ging es dann am Donnerstag zwischen 10:30 Uhr und 13:45 Uhr zum Wahlakt. Dabei bildeten Schüler aus den Gruppen das Wahlkomitee, bereiteten die Wahl vor und organisierten den Ablauf. Die Wahl wurde ganz modern durchgeführt – wie es in Deutschland allgemein noch nicht üblich ist – nämlich als Onlinewahl nach dem Pin und Tan-Prinzip, das vom Onlinebanking her vertraut ist. Alles lief nach den amtlichen Vorschriften ab: Anmeldung mit Identifikation und geheime Stimmabgabe in der Wahlkabine, die sich hinter der Plakatwand befand, auf der Wahlmodus und Informationen zur Wahl ausgehängt waren.

Wie schon bei der Wahl zum Bundestag wurde die Wahl mit großem Engagement der Schüler vorbereitet und durchgeführt.

Wie schon bei der Wahl zum Bundestag wurde die Wahl mit großem Engagement der Schüler vorbereitet und durchgeführt. Das Ergebnis ist auffällig, weicht es doch in einigen Punkten deutlich vom bundesweiten Ergebnis der über 900 beteiligten Schulen ab:

Die CDU kam auf 37,5 % der abgegebenen Stimmen,

die Grünen auf 15,6 %,

die SPD auf nur 6,25%.

Der Rest der Stimmen verteilte sich auf Piraten, Tierschutzpartei, Linke und „Die Partei“.

Im Bundesergebnis der Juniorwahl war die CDU deutlich schwächer (22,5%), die SPD stärker (21,4%) und die Grünen etwa auf dem selben Niveau (17,2%).

 

Das Ziel der Juniorwahl wurde voll erreicht: Das Interesse an politischen Themen und den Parteien ist spürbar gewachsen, auch über die Wahl hinaus, besonders aber auch das Bewusstsein demokratischer Verantwortung durch positive Teilhabe an politischen Prozessen.

Die Ziele der Juniorwahl, das didaktische Konzept

Das Hauptziel der Juniorwahl ist es, einen Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen zu leisten. Das Projekt möchte Schülerinnen und Schüler an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf die künftige Partizipation innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland vorbereiten.

Der fundierte Meinungsbildungsprozess, das Üben Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden steht dabei im Vordergrund. Wahlbeteiligung wird dabei als ein erster, notwendiger Schritt zu einer umfassenderen politischen Beteiligung verstanden. Es geht darum, die Beteiligung junger Menschen in der Demokratie auch über Wahlen hinaus zu steigern, indem durch die Juniorwahl bei der jungen Generation das Interesse am politischen Geschehen insgesamt gefördert wird.

Die Juniorwahl möchte die junge Generation zu demokratischer Verantwortung befähigen und ermutigen. Das Gefühl der selbstverständlichen Teilhabe an demokratischen und politischen Prozessen soll auf eine positive Weise erlebt und entwickelt werden.

Ohne Zweifel wurde und wird das Thema Wahlen ohnehin von vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrern zum Anlass genommen, die politische Bildung der Jugendlichen auch außerhalb der Rahmenpläne zu fördern. Die Idee ist nicht neu. Neu ist aber der bundes- bzw- landesweite und schulübergreifende Charakter, ebenso wie das umfangreiche spezielle didaktische Angebot und die professionellen Materialien für den Wahlakt. Neu ist auch, dass die Jugendlichen damit die Möglichkeit bekommen, ihre Meinung einer breiten Öffentlichkeit kundzutun.

Das Projekt Juniorwahl setzt vor allem auf politische Bildung und ist in ein umfassendes didaktisches Konzept eingebunden. Die Jugend muss im ständigen Erleben von demokratischen Prozessen aufwachsen, muss üben, Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Wahl ist für die Schülerinnen und Schüler der Höhepunkt, aber bildungspolitisch steht die Vor- und Nachbereitung im Unterricht im Vordergrund: das für die koplexen Prozesse notwendige Wissen vermitteln und die Jugendlichen zur Teilhabe befähigen.

Die möglichst realitätsnahe Durchführung der Wahl ist zudem ein unmittelbares organisatorisches Ziel der Juniorwahl. Das Ernstnehmen und Einbinden der Schülerinnen und Schüler steht dabei im Vordergrund. Sie sollen einen Einblick in die Durchführung von Wahlen erhalten und, als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer eingesetzt die Wahlprozedur selbst organisieren können.

Text und Foto: Martin Gabel

Ziele der Juniorwahl und didaktisches Konzept: http://www.juniorwahl.de/Ziele.html

 

Siegerehrung an der Börse in Stuttgart

Der  Freitag war ein großer Tag für die Gewinner des Börsenspiels. Vier Gruppen des Progymasiums mit insgesamt 15 Schülern und Schülerinnen hatten gewonnen  – darunter den ersten und zweiten Preis, die mit jeweils 250 Euro dotiert sind.

Früh um 06:30 Uhr ging die Busfahrt los,  zunächst nach Erolzheim, wo die Gewinner der dortigen Realschule abgeholt wurden. Um 09:30 erreichten wir den Zielort, die Börse in Stuttgart. Dort bekam man nach einem herzlichen Empfang beim Kaffebuffet Einblick in die Arbeit der zweitgrößten Börse Deutschlands, die im Derivatenhandel sogar Frankfurt übertrumpft. Sie gilt als führender europäischer Börsenplatz für Privatanleger.

Von der VIP-Empore aus konnten die Schüler das Börsenparkett beobachten, auf dem gar nicht mehr, wie oft noch erwartet, Börsenhändler sich mit Zurufen und Handzeichen verständigten, sondern etwa 40 Makler ruhig vor ihren Bildschirmwänden saßen oder telefonierten. Alles machte einen eher ruhig-beschäftigten Eindruck.

Danach erlebten Schüler und die begleitenden Lehrer eine Aufzeichnung  zu den Börsennachrichten mit. Der bekannte Börsenjournalist Andreas Scholz kommentierte das Marktgeschehen an der Börse Stuttgart. Diese wie andere Sendungen der Börse werden zum Beispiel von ntv gesendet.

Danach erklärte Herr Scholz den Schülern, welche Bedeutung die von ihm kommentierten Nachrichten für den Aktienhandel haben. Sein Fazit war: Börsennachrichten sind ein ideales Mittel um volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen.

Es geht dabei nicht nur um Aktien und andere Wertpapiere, sondern um wirtschaftliche und politische Entwicklungen.

Er gab den Schülern einen wichtigen Tipp mit auf den Lebensweg: Wenn ihr Geld anlegt, achtet auf die Größe der Schlagzeilen in der Bild-Zeitung! Je größer sie sind, desto riskanter das Geschäft. Als Beispiele nannte er die Telekom-Aktien, den Goldpreis und die Entwicklung des Dax.

Danach ging ein Kundenberater mehr auf Detailfragen des Börsenspiels ein. Interessant war, dass viele Schüler wenig strategisch vorgDSCF4998[1]egangen waren, indem sie nur Aktien von Unternehmen gekauft hatten, die ihnen bekannt waren, zum Beispiel von facebook. Andere, darunter die Hauptgewinner, hatten Börsendaten analysiert und die Instrumente der Börsenmakler eingesetzt, um Gewinn versprechende Aktien zu finden.

Im Konferenzraum der Börse wurden im Anschluss daran die Sieger geehrt und ausgezeichnet. Herr Bossler von der Federseebank, der das Börsenspiel schon seit vielen Jahren betreut, gab e zu jeder Gruppe eine fachmännische Analyse ab. Er hatte die Anlagestrategie und die Wertentwicklung aller Aktienpakete untersucht und konnte so auf Stärken und Schwächen jeder einzelnen Gruppe hinweisen.

Das Wichtigste aber war seine Darstellung des Börsenspiels im Ganzen: Herr Bossler setzte den pädagogischen Akzent auf den kritischen Umgang mit dem Börsenhandel. In erster Linie sei es in dem Spiel nicht darum gegangen, Schüler an die Aktienspekulation heranzuführen, sondern ihnen die Komplexität des Wirtschaftlebens zu vermitteln, das sich in den TDSCF4999aransaktionen der Börse ausdrückt. Gerade die Erfahrung des Risikos und des Scheiterns werde verhindern, dass sie sich später im Leben leichtfertig mit Aktien befassten. Aber für eine gemischte Geldanlage seien Aktien unbedingt  empfehlenswert, vor allem für die Generation der Schüler, deren Altersversorgung wohl nicht mehr ohne eigenen Beitrag gesichert sei.

Nach der Börse wurden die Schüler im nahe gelegenen mexikanischen Restaurant verwöhnt.  Bei Tacos und Ensaladas tauschte man sich über die Eindrücke an der Börse aus. Danach ging es in die Fußgängerzone zwischen Alter Börse und Neuem Schloss, wo die Schüler Zeit zur freien Verfügung hatten und meist einkaufen gingen.

Das nächste Highlight war die Erkundung von Stuttgart 21. Zwei sachkundige Führer erklärten die Planung am Modell und vom Turm aus mit Blick auf die Baustelle und den alten Bahnhof, danach fuhr der Bus das Gebiet ab, das von den Veränderungen betroffen ist (Planungssektoren A bis D), sodass man über die Stadtentwicklung Stuttgarts in größtmöglicher Anschaulichkeit informiert wurde.

Gegen 17:00 Uhr traten die Schüler die Heimreise an, sodass man Bad Buchau pünklich um 20:00 Uhr erreichte.

Insgesamt war es ein prall gefülltes, aber immer hochinteressantes Programm, das bei den Schülern einen bleibenden Eindruck hinterließ.  Dies war vor allem möglich durch Herrn Bosslers Engagement. Das Progymnasium spricht ihm für seinen Einsatz für die Schüler Dank und Anerkennung aus. Die Kooperation mit der Federseebank hat das pädagogische Programm des Progymnasiums deutlich bereichert und lässt auch für die Zukunft der Zusammenarbeit für beide Seiten eine „Wertsteigerung“ erwarten.

 

 

Ausflug zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen

Am Dienstag, den 20. Mai 2014 unternahmen elf  Schülerinnen und Schüler der Steinzeit-AG des Progymnasiums Bad Buchau mit Frau Boss und Frau Leutz eine Lehrfahrt zu den Pfahlbauten nach Unteruhldingen.IMG_1541

Schon um 07:30 Uhr hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer voller Tatendrang am Bahnhof in Aulendorf versammelt. Eine kurze Wanderung führte dann vom Bahnhof in Mühlhofen durch das Naturschutzgebiet nach Unteruhldingen an den Bodensee. Vor Ort angekommen bestaunten die jungen Forscherinnen und Forscher die über 20 originalgetreu konstruierten Häuser, von denen die meisten auf Holzpfählen nahe dem Ufer errichtet worden waren. Im Gegensatz zu uns lebten unsere Vorfahren -auch was ihre Platzansprüche betraf- recht spartanisch: Zwei Zimmer und ein Dachboden zur Aufbewahrung von Getreide und anderen vor Feuchtigkeit zu schützenden Gütern stellte den durchschnittlichen Wohnraum einer Familie dar. Trotz der vermeintlich sehr einfach wirkenden Bauweise waren vier Personen rund drei Monate mit der Errichtung eines Pfahlbaus beschäftigt. Im Gegensatz zu der größten im Umkreis gefundenen bronzezeitlichen Siedlung am See, die aus 87 Häuern bestand, würde allerdings selbst die vom Museum rekonstruierte Anlage klein aussehen. Was war das Besondere an der Bronzezeit?IMG_1542

Da die AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon wahre Experten in Bezug auf die Steinzeit sind, konnten sie in dieser Führung ihr Wissen über die Bronzezeit erweitern. In dieser Zeit lernten die Menschen mit Hilfe von Schmelzöfen bei Temperaturen von über 1000°C , Bronze herzustellen. Da reines Kupfer für viele Werkzeuge zu weich ist, wurde auf diese Legierung aus Kupfer und Zinn zurückgegriffen. So entstanden oft richtige Kunstwerke, wenn Sicheln oder Messer hergestellt wurden. Die Bedeutung des neuen Werkstoffs zeigt sich auch darin, dass Ringe aus Bronze als Zahlungsmittel verwendet wurden, eine Währung, die praktischerweise bei Bedarf eingeschmolzen werden konnte.

Allerdings war der Feuerstein auch in der Bronzezeit noch nicht komplett aus der Mode. Viele Funde bezeugen, dass er weiterhin für die Produktion von Werkzeugen eingesetzt wurde. Nach dem Ende der leider sehr kurzen Führung wurde das Museum noch auf eigene Faust erkundet. Im Anschluss konnten die Kinder den sonnigen Tag am Bodensee bei einer Bootsfahrt von Unteruhldingen nach Überlingen genießen.

Wieder in Aulendorf angekommen, waren sich alle einig: Diese Ausfahrt hat sich wirklich gelohnt! Konnten die Schüler und Schülerinnen doch nun viel besser verstehen, dass die Pfahlbausiedlungen zusammenhängen: In Unteruhldingen waren auch ein Haus aus Buchau und Fundstücke aus der Wasserburg zu sehen! Es ist schon beachtenswert, dass allein in Oberschwaben 6 Fundstellen zu den ausgewählten 18 deutschen Pfahlbausiedlungen in Baden-Württemberg und Bayern ( 111 in Europa)gezählt werden können.IMG_1535
Wir bedanken uns beim Förderverein der Schule sehr herzlich, dass er diese Lehrfahrt finanziell unterstütz hat.

Text und Bilder: Bianca Leutz und Ursula Boss

Kreissparkasse Biberach fördert den Ausbau der Museumspädagogik im Federseemuseum

Kooperations- und Erlebnisprojekte sowie interaktive Führungen machen den Museumsbesuch für Schulklassen und Gruppen interessant

Das Federseemuseum in Bad Buchau ist deutlich gewachsen: Neben den bekannten Dorfausschnitten der Stein- und Bronzezeit sind nun im archäologischen Freigelände auch die Altsteinzeit mit einem eiszeitlichen Jagdplatz und die keltische Epoche mit einer imposanten Fischfanganlage vertreten. Beides sind authentische und maßstabsgetreue Rekonstruktionen. Auch das Spektrum der museumspädagogischen Vermittlungsarbeit ist erheblich erweitert worden. Als ausgewiesener Lernstandort in der Region konzipiert das Museumsteam Programme und Projekte für junge Menschen. Das Angebot bietet im Sinne der Lern- bzw. Sachkompetenz genügend Möglichkeiten für schüleraktivierende Arbeitsformen, ermöglicht kooperative Lernformen und gibt Impulse für die Reflexion des eigenen Lernens.

Spende für die Museumspädagogik

Die Kreissparkasse Biberach unterstützt die Museumspädagogik mit einer

Spende aus ihrer Kultur- und Sozialstiftung. Mit einem Drei-Jahres-Paket

von 7 500 Euro pro Jahr ist ein vielschichtiges Programm entstanden. Neue Partnerschaften mit Schulen und Pädagogischen Hochschulen ermöglichten nachhaltige Kooperationsprojekte wie das Grabungsprojekt mit der PH Weingarten oder das Steinzeitprojekt mit dem Progymnasium Bad Buchau. Darüber hinaus wurde die museumspädagogische Vermittlungsarbeit für Schulklassen und Jugendgruppen runderneuert und inhaltlich den neuen Gegebenheiten angepasst. Die beliebte „Homo Pfiffikus“ Führung wurde um zusätzliche Module ergänzt. Schüler erhalten im Umgang mit hochwertigen archäologischen Repliken direkten Zugang in die Themenbereiche „Technik und Transport“, Rohmaterial und Werkzeug“ oder „Kunst, Musik und Jagd“. Als prähistorisches Erlebnis gehört auch eine Probejagd mit der eiszeitlichen Speerschleuder dazu.

Auch für bleibende Eindrücke bei den Kindern wurde viel getan: So können Schüler beim Thema „Kleidung“ exemplarisch in die Rolle eines altsteinzeitlichen Jägers, eines jungsteinzeitlichen Bauern oder Fischers schlüpfen, den Verarbeitungsweg vom Getreideanbau bis zum Mehl schrittweise nachvollziehen oder auch ein Feuer entfachen, natürlich ohne Streichholz. Als persönliche Erinnerung können die Schüler ihre selbst gefertigten Werkstücke aus den Halbtages- und Ganztagesprojekten mit nach Hause nehmen.

Gleichermaßen wurde das Gruppenangebot für Erwachsene überarbeitet, die Veranstaltungen entsprechend den neuen Gegebenheiten weitgreifender konzipiert und neue Führungsmodule hinzugenommen. Mit Vorführungen und Veranstaltungen zum keltischen Fischfang und zur eiszeitlichen Rentierjagd erhalten auch Tagesgäste und Touristen vertiefende Informationen aus wichtigen Epochen der 15 000-jährigen Geschichte am Federsee.

 Neue Materialien und die Anschaffung hochwertiger Repliken waren dazu notwendig; Netze und Reusen, Angeln und Harpunen bilden eine wertvolle Bereicherung des Angebotes, bei dem Besucher vorgeschichtliches Leben aktiv erfahren können. Auch das gesamte Prospekt- und Informationsmaterial ist inhaltlich und graphisch überarbeitet worden.

Hohe Anforderungen waren dies für das Museumsteam und die Museumspädagogik, die nebenbei auch noch in ein neues Gebäude umgezogen ist. Doch der Kraftakt hat sich gelohnt: Das Federseemuseum hat einen deutlichen Mehrwert erhalten. Als zentrale Vermittlungsstelle für das UNESCO Welterbe der prähistorischen Pfahlbauten Oberschwabens ist das Federseemuseum in puncto außerschulischem Lernangebot jetzt bestens aufgestellt.

Weitere Infos: Federseemuseum Bad Buchau, August Gröber Platz, 88422 Bad Buchau, Tel. 07582/8350, www.federseemuseum.de.

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Bild: wird aus technischen Gründen später hochgeladen

Drei Jahre unterstützt die Kreissparkasse Biberach die Museumspädagogik im Federseemuseum mit 7 500 Euro pro Jahr. Im Bild (von links) Dr. Georg Stickel von der Kultur- und Sozialstiftung der Kreissparkasse, der Leiter des Federseemuseums Dr. Ralf Baumeister und Regionaldirektor Walter Hefner von der Kreissparkasse in Bad Buchau. Davor arbeiten Schüler der Steinzeit-AG des Progymnasiums Bad Buchau an Steinzeitmessern. Foto: Kreissparkasse Biberach.

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Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von Ursel Straub-Neumann, Pressereferentin der Kreissparkasse Biberach



        

Der Wirtschaft auf der Spur – Bad Buchauer Fünftklässler machen den Wochenmarkt unsicher

Für die Klassen 5a und 5b des Progymnasiums Bad Buchau stand am Dienstag, den 13.05.2014 nicht der normale Geographieunterricht auf dem Stundenplan, sondern eine Exkursion zum Bad Buchauer Wochenmarkt.

 

Im Rahmen der Unterrichtseinheit Wirtschaft sollten die 32 Schülerinnen und Schüler im Vorfeld eigene Fragebögen entwerfen, um dann im Zuge der Umfrage mehr über den Markt in ihrer Heimat, das Kaufverhalten der Kunden und die dort angebotenen Produkte herauszufinden. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel, dass auch Biofrüchte gespritzt werden und was man unter dem kontrollierten Anbau versteht, mit dem viele der regionalen Verkäufer ihre Produkte bewerben.Keine Angst vor schlechtem Wetter

Im Folgenden berichten Amy Bocksch, Tobias Buck, Katrin Dangel, David Kohler und Leon Winkler aus der Klasse 5b über ihre Erlebnisse. „Wir haben für die Einkäufer des Wochenmarktes einen Fragebogen erstellt, um zu sehen, wie die Leute den Markt sehen. Einige hatten leider keine Zeit oder Lust, aber die meisten waren sehr hilfsbereit. Wir erkannten, dass mehr ältere als jüngere Menschen oder Familien auf dem Markt waren. Die älteren Menschen waren meist hilfsbereiter als die Jüngeren, da sie mehr Zeit und Lust hatten, uns unsere Fragen zu beantworten. Die Käufer beantworteten unsere Fragen sehr genau und hatten offenbar auch viel Spaß dabei. Leider beachteten uns manche Leute nicht oder lehnten ab, aber dafür hatten wir Verständnis. Im Gegensatz dazu verhalfen uns andere Besucher zu weiteren Personen, die wir befragen konnten. Meistens fanden wir unsere Opfer an den Lebensmittelständen.Befragung der Marktbesucher

 

Leider regnete es heute, weshalb unsere Fragebögen leicht aufweichten. Trotz des schlechten Wetters konnte allein unsere Gruppe 12 Fragebögen ausfüllen, die in den folgenden Stunden im Unterricht ausgewertet werden. Uns hat das Projekt viel Freude gemacht und wir haben viel über den Markt in Erfahrung gebracht.Befragung beim Obststand

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Käufern und Verkäufern, die sich die Zeit genommen haben, uns und den anderen Gruppen unsere Fragen zu beantworten.“

Förderverein – Hauptversammlung

Einladung zur Hauptversammlung des Fördervereins am Mittwoch, 04.06.2014, um 19.30 Uhr im Musiksaal des Progymnasiums:

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Fünfzehn Gewinner von unserer Schule im Börsen-Spiel!

Von den zehn Preisen des Börsenspiels gehen dieses Jahr allein vier an Gruppen der Klassen 9 und 10 des Progymnasiums!   Jeweils eine Gruppe von 9a und 9b hat einen Preis erobert und auch zwei Gruppen der Klasse 10b haben die Gewinnzone erreicht.

Die erste Sensation: Der  Hauptgewinn des Börsenspiels, ein Geldpreis in Höhe von sage und schreibe 250 Euro, geht an die Gruppe „börsenbarometer“ der Klasse 9b; der zweite Platz wird von „We love to entertain you“ aus der Klasse 9a belegt. Die beiden Gruppen der Klasse 10b erreichten die Plätze 5 und 7. Boerserb

Auf dem Foto von links nach rechts: Schüler der Gruppe „We love to entertain you“ , 9a, Platz 2 (Lukas Grimm und Régnier Rothmund) und „börsenbarometer“, 9b, Platz 1 (Benedikt Hager, Yannik Motzet und Rico Schlegel).

Die zweite Sensation: Dies ist zugleich eine ungewöhnliche Steigerung der Zahl der Gewinner aus unserer Schule. Im letzten Jahr gab es nur zwei Gewinnergruppen, und diese lagen weit entfernt von den ersten Plätzen. Zu den jetzigen vier Gewinnergruppen gehören insgesamt 15 Schüler, fünf aus den Klassen 9a und 9b, zehn aus der Klasse 10b.

Die Federseebank und das Progymnasium gratulieren den Gewinnern, die außer einem nicht unerheblichen Geldpreis eine spannende Exkursion nach Stuttgart gewonnen haben: Am 23.05.2014 sind sie vom Unterricht befreit, um an der Siegerehrung an der Börse Stuttgart teilzunehmen.

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Auf dem Foto von links nach rechts: „Börsenmakler 0815, Klasse 10b, Platz 7  (Hannes Poltzin, André Maucher, Moritz Walter, Peter Sigg, Alexander Rief); „Börsenbarometer“, Klasse 9b, Platz 1 (Benedikt Hager, Yannik Motzet und Rico Schlegel), rechts hinten alle Mädchen: „“Atemlos durchs Börsenspiel“, Klasse 10b, Platz 7 (Ida Ziegler, Saskia Winter, Ines Wachter, Vivienne Ramseier, Marlen Härle), vorne rechts „We love to entertain you“, Klasse 9a, Platz 2 (Régnier Rothmund, Lukas Grimm)

Neben der Siegerehrung steht eine Besichtigung des Börsenparketts, ein üppiges Mittagessen im nahegelegenen VIP-Restaurant und eine Informations- und Erkundungstour auf dem tagesfüllenden Programm,  das um 20 Uhr mit der Ankunft in Bad Buchau endet.

Programmablauf

06.30 Uhr Abfahrt an der Federseeschule in Bad Buchau
07.15 Uhr Abfahrt in Erolzheim
09.30 Uhr Ankunft an der Börse Stuttgart
09.30 Uhr – 10.00 Uhr Empfang mit Kaffeebuffet und Fingerfood
10.00 Uhr – 11.00 Uhr Besichtigung des Börsenparketts von der VIP-Empore aus
11.00 Uhr – 11.30 Uhr Siegerehrung zum VR-Börsenspiel
12.00 Uhr – 13.30 Uhr Mittagessen in einem Restaurant in der Nähe der Börse
13.30 Uhr – 14.30 Uhr Zeit zur freien Verfügung in der Innenstadt
14.30 Uhr – 17.00 Uhr Stuttgart 21 – Informations- und Erkundungstour rund um den Hauptbahnhof
17.00 Uhr – ca. 20.00 Uhr Heimfahrt über Erolzheim bis Bad Buchau

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Text und Bilder: Martin Gabel

Großer Erfolg im Bundes-Wettbewerb Mathematik

Am 20. März 2014 hat der diesjährige bundesweite Känguru-Wettbewerb der Mathematik stattgefunden.
Dabei waren über 880.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland, darunter auch 108 Schülerinnen und Schüler des Progymnasiums Bad Buchau.

Wir gratulieren herzlich den Schülern Moritz Huckle (Klasse 5 a), Steffen Klinder (Klasse 6 b), die einen 2. Preis erhielten und Frederic Lerch (Klasse 7 a)zu einem 3. Preis.

Steffen Klinder erhielt zusätzlich das T-Shirt für den weitesten Kängurusprung. Er hatte 17 Aufgaben in Folge richtig gelöst und war somit von allen Schülern des Progymnasiums am weitesten gesprungen.

Neues von der Steinzeit-AG!

 

Es bleibt auch weiterhin spannend bei der Steinzeit-AG: In den letzten Wochen stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Flechtkörbe und Tongefäße her.

Mit viel Liebe zum Detail wurden die eigenen Werke den originalen Fundstücken aus der Horgener und Schussenrieder Kultur nachempfunden.

Natürlich blieb dabei auch immer genug Raum für die eigene Kreativität!


 

Klasse 7b gewinnt Lesewette!

Frau Boss schloss mit ihren Schülern folgende Wette ab: Wetten, dass wir es schaffen, 20.000 Seiten sogenannter “guter Literatur” zu lesen?

Ein Zeitraum von vier Monaten wurde festgelegt, eine echte Langzeitaufgabe also, die nur ausdauernde Leseratten und nimmersatte Bücherwürmer durchhalten konnten.

Frau Boss versprach der Klasse, sie mit einem Nachmittag an der Donau zu belohnen, falls sie die Wette gewinnen würde.
Für Bücher, die einen Preis erhalten haben, zum Beispiel den Deutschen Jugendbuchpreis, gab es ein Plus von 200 bei der Verrechnung der Seiten. Natürlich reichte das Versprechen alleine nicht. Dazu kam echte Lesebegeisterung, für die das Gesetz gilt: Wenn man sich erst einmal eingelesen hat und die Spannung einen gepackt hat, kann man nicht mehr aufhören.

Jeder Schüler musste einen Nachweis erbringen, dass er seine Bücher wirklich gelesen hat, zum Beispiel mit einem Mini-Lesetagebuch. Das schmälerte das Lesevergnügen aber kaum, sondern steigerte es sogar noch durch die bewusste Auseinandersetzung mit den Gelesenen.

Die Klasse hat die Wette nicht nur gewonnen, sondern das gesetzte Ziel sogar noch übertroffen und freut sich nun auf einen Nachmittag an der Donau.

Die Klasse hat die Wette gewonnen und freut sich darauf, einen Nachmittag an der Donau zu feiern.

Herzlichen Glückwunsch!

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Klasse 7b vor der Plakatwand mit den Titeln der gelesenen Büchern

Text: Ursula Boss/Martin Gabel

Bild: Ursula Boss