Monthly Archives: Dezember 2013

Neues Projekt der Klassen 8 und 9 zur Förderung der Lesekompetenz

Am Progymnasium hat das Vorleseprojekt mit einer Novelle des früher bekannten Autors Jakob Wassermann begonnen: „Das Gold von Caxamalca“. Lehrer der Klassen 8 und 9 lesen abwechselnd Abschnitte aus der Novelle vor, drei bis vier Mal pro Woche für etwa 10 Minuten. Die Lektüre diente außerdem der Einstimmung und Vorbereitung auf  einen Besuch der Inka-Ausstellung im Linden-Museum in Stuttgart.

Aber darüber hinaus soll das Vorlesen weiterhin einen festen Platz im Umterricht behalten. Geplant sind Vorlesezyklen zu Märchen und Sagen, zu Epen der Antike und des Mittelalters sowie Gedichte.

Nicht nur im Kleinkindalter stärkt Vorlesen die Lesekompetenz von Teenagern. Der Effekt im Kleinkindalter ist spätestens seit einer OECD-Studie ziemlich bekannt und allgemein anerkannt. Bei 15-jährigen Schülern, die in Deutschland an den PISA-Bildungstests teilgenommen hatten, lagen die Leseergebnisse im Schnitt um 51 Punkte höher, wenn ihre Eltern ihnen im Kleinkindalter vorgelesen hatten. Zum Vergleich: 39 Punkte entsprechen dem Fortschritt zwischen zwei Schuljahren.

Darüber hinaus ist durch eine Studie der Pädagogischen Hochschule Weingarten aber die Vermutung bestätigt worden, dass auch das regelmäßge Vorlesen im Unterricht für Schüler der Mittelstufe kompetenzsteigernd wirkt.

Quelle: http://www.lesefoerderung-durch-vorlesen.de/de/

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Leseförderung durch Vorlesen - Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Weingarten

Beschreibung:
Seit 2010 wurde das Projekt „Leseförderung durch Vorlesen“ unter der Leitung von Professor Dr. Jürgen Belgrad von der Pädagogischen Hochschule Weingarten an zahlreichen Grund-, Haupt-, Werkreal- und Realschulen in Baden-Württemberg durchgeführt. Bei mehr als 10.000 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 2 bis 8 wurde mittels eines normierten Lesetests die basale Lesekompetenz vor Beginn des Vorlesens und dann erneut nach dem 13- bis 15-wöchigen Projekt gemessen. Die Ergebnisse der Studien zeigen, dass sich die Lesekompetenz der Schüler signifikant verbessert, wenn die Lehrerin oder der Lehrer regelmäßig drei- bis viermal in der Woche 10 bis 15 Minuten lang im Unterricht vorliest. Im Durchschnitt aller Alterststufen stieg der Lesequotient um etwa 10 Punkte, dies entspricht fast einer kompletten Lesestufe von fünf möglichen. Ein weiterer wichtiger Effekt des regelmäßigen Vorlesens ließ sich anhand der Studienergebnisse nachweisen: Die teilnehmenden Schüler gewannen deutlich mehr Lust am Vorlesen und viele wollten danach sogar selber lesen (Steigerung von 47% auf 57%). Jungen profitierten vom Vorlesen fast genauso stark wie Mädchen. Die Wissenschaftler empfehlen, regelmäßige Vorlesezeiten sowohl in der Primar- als auch in der Sekundarstufe im Curriculum zu etablieren. Neben der Verbesserung der basalen Lesefähigkeit und des grundlegenden Textverstehens kann damit auch eine Verbesserung des Klassenklimas und der Arbeitsatmosphäre erreicht werden.

Bildungsbereich:

  • Grundschule
  • Sekundarstufe I

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Information für interessierte Leser: „Das Gold von Caxamalca“

Das Gold von Caxamalca ist eine historische Erzählung von Jakob Wassermann, die 1923 in Wien in dem Buch Der Geist des Pilgers erschien. Erzählt wird von der Gefangenschaft und dem Sterben des Inka-Herrschers Atahuallpa während eines Feldzugs unter General Francesco Pizarro gegen die Peruaner in den Jahren 1532 und 1533 aus der Perspektive des Ich-Erzählers Domingo de Soria Luce. Handlungsort ist wie schon im Titel festgestelt, die alte Inkastadt Cajamarca. Höhepunkt der Handlung ist die „Schlacht von Cajamarca„, die Hinrichtung des Inka-Herrschers und das Massaker an den Inka.

Als Quelle diente Wassermann das Buch Conquest of Peru von William Hickling Prescott aus dem Jahr 1847.

In Wassermanns Darstellung der Ereignisse stehen die maßlose Goldgier der Spanier sowie die Unreinheit, die mit ihnen über das Land gekommen ist und Atahuallpa lähmt, im Mittelpunkt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Gold_von_Caxamalca

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Online-Text zum Selberlesen:

http://gutenberg.spiegel.de/buch/3047/1

 

 

 

 

Inka-Ausstellung in Stuttgart begeistert Schüler

Die Klassen 8 und 9 des Progymnasiums besuchten am Dienstag, 17.12., die Inka-Ausstellung im Linden-Museum in Stuttgart.

Schon vorher befassten sich die Schüler im Rahmen eines Vorleseprojektes zur Leseförderung mit der Geschichte der Eroberung Perus. Anhand der spannenden Novelle „Das Gold von Caxamalca“  des heute nahezu vergessenen Erfolgsautors Jakob Wassermann bekamen sie Einblicke in Kultur und Weltanschauung der Inka. Die Ausstellung vermittelte ihnen weitere Eindrücke über einen Teil der Weltgeschichte und Weltkultur, der leider in den Lehrplänen kaum berücksichtigt wird. Die museumspädagogisch  gestaltete Ausstellung bezog Schüler  in die Erkundung der fremden Kultur ein, leider gab es nur ein geringes Angebot an interaktiven Erkundungsmöglichkeiten. Vor allem die Schüler der Klassen 8, die das Thema intensiv bearbeitet hatten, fielen den Museumsführern durch ihre profunden Sachkenntnisse und durch wissbegierige Fragen auf. Ein Schüler fragte beim Thema Gold nach, ob denn dann der Goldpreis weltweit gefallen sei und die Spanier überhaupt durch das gestohlene Gold reich werden konnten. Allerdings vermissten manche Schüler Informationen zum Alltagsleben der „einfachen“ Menschen im Inkareich und kamen insgesamt zu einer eher kritischen Meinung über die Schwerpunkte der Ausstellung. Auch die geringe Zahl originaler Exponate wurde bemängelt.

Mit dem Besuch des Stuttgarter Weihnachtsmarkts und dem gemütlichen Beisammensein im Bus, der gerade für alle reichte, war die Gesamtbilanz aber sehr positiv. Man würde gerne öfter Exkursionen machen, war die einhellige Meinung. Dem schlossen sich die beteiligten Lehrer, Herr Hoffmann, Frau Boss und Herr Gabel, an.

Die Ausstellung kann noch bis zum 16.3. besucht werden.

„Inka – Könige der Anden“ ist europaweit die erste Schau zur Kultur der Inka. Das Imperium der Inka war im 15. und 16. Jh. das größte indigene Reich, das jemals auf amerikanischem Boden erschaffen wurde. Mit Cusco in Peru als Machtzentrum erstreckte es sich über fast 5.000 km entlang der Anden von Kolumbien bis Chile.

Die Schau im Linden-Museum wurde in Kooperation mit dem Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim geschaffen. Sie begibt sich auf die Spuren der legendären vorspanischen Inka-Kultur und zeigt diese von ihren Anfängen in der Mitte des 11. Jahrhunderts bis in die Kolonialzeit. Der Fokus der Ausstellung liegt auf der imperialen Phase. Die Inka Viracocha, Pachacutec Yupanqui und Tupac Inca Yupanqui gelten als die Erschaffer nicht nur des Inka-Reiches, sondern auch als die Erbauer von Cusco, Machu Picchu und anderer weltweit bekannter Orte.

Farbkräftige und reich gemusterte Textilien aus der Inka- und Kolonialzeit, wertvolle und sehr seltene Opferschalen aus Stein, Goldschmuck, Knotenschnüre und Rekonstruktionen archäologischer Stätten vermitteln dem Besucher einen vielfältigen Eindruck. Sie erklären die Herkunft, Religion, Architektur, Wirtschaft und Machtverhältnisse des Inka-Reiches. Das Weiterexistieren als Mischkultur unter starker europäischer Dominanz belegen Gemälde, Holzbecher und Textilien aus der Kolonialzeit.

Ein Großteil der Objekte ist erstmals in Europa zu sehen. Leihgeber sind unter anderem: Museo Nacional de Arqueología, Antropología e Historia del Perú, Museo Larco Lima, British Museum London, Museo de América Madrid, Ethnologisches Museum Berlin, Linden-Museum Stuttgart, Staatliches Museum für Völkerkunde München, Münchner Stadtmuseum, Museum für Völkerkunde Hamburg, Världskulturmuseet Göteborg, Museum der Kulturen Basel, Museum an de Stroom Antwerpen, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Staatliche Münzsammlung München, Bonner Altamerika-Sammlung der Universität Bonn sowie private Leihgeber.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck.

(Quelle für Text und Bilder: http://www.lindenmuseum.de/inka/)

Medizintechnik zum Anfassen

Am 05.06.2013 durften die 10. Klassen des Progymnasiums Bad Buchau Neltje Piro und Prof. Ronald Blechschmidt-Trapp von der Hochschule Ulm im NWT-Unterricht begrüßen. Passend zum Modul Medizintechnik stellten die beiden Experten vom Institut für Medizintechnik und Mechatronik ein neuartiges Verfahren zur Therapiekontrolle der Parkinson-Krankheit vor. Durch einen animierten Avatar soll der Arzt den Zustand des Patienten besser einschätzen können. Gespannt konnten die Schülerinnen und Schüler verfolgen, wie Elemente der von Ihnen im Alltag verwendeten Smartphones oder Bewegungssensoren, die denen in der Spielekonsole Kinect ähneln, die Therapie von Patienten unterstützen können. Dabei konnte die Steuerung des Avatars von Freiwilligen gleich ausprobiert werden. Neltje Piro, die gerade an ihrer Dissertation im Fachbereich Informatik arbeitet, erklärte dabei, wie der Sensor mit dem Computerprogramm kommunizieren kann.

Auf großes Interesse stieß auch der mitgebrachte Fixateur externe, eine Vorrichtung zum Ruhigstellen von Knochenbrüchen. Fasziniert erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass ihre mathematischen Kenntnisse bereits für einige Berechnungen bei dessen Verwendung ausreichen würden. Das Beispiel eines Knochenbruchs bot eine gute Gelegenheit, das im Biologieunterricht erworbene Wissen über das menschliche Skelett nochmals aufzufrischen. Für viele der jungen Zuhörerinnen und Zuhörer war dies eine wichtige Quintessenz der Veranstaltung: In der Medizintechnik werden die verschiedensten Fachrichtungen kombiniert, um Patienten auf vielfältige Weise zu unterstützen.

Marisa Sauter gewinnt den Vorlesewettbewerb am Progymnasium Bad Buchau

Auch dieses Jahr beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der beiden sechsten Klassen des Progymnasiums am Vorlesewettbewerb, der dieses Jahr zum 55 .Mal vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet wird.

Die beiden Klassensiegerinnen, Carina Blank (6a) und Marisa Sauter (6b) traten gegeneinander an, um die Schulsiegerin zu ermitteln. Am Ende, nachdem beide ihren Wahltext und einen Fremdtext vorgelesen hatten, wurde Marisa Sauter aus der Klasse 6b zur besten Vorleserin ernannt. Sie las aus dem Buch „4 ½ Freunde“ von Joachim Friedrich vor und begeisterte die Zuhörer und die Jury, zu der auch Vertreter des Büchereiteams gehörten, mit ihrer überzeugenden Ausdrucksfähigkeit und fehlerlosen Erzähltechnik. Die ganze Schule wünscht ihr viel Erfolg, wenn sie im Februar 2014 am Regionalentscheid teilnehmen darf.

Ilse Erne-Menz

Aktuell zum Thema: das Lieblingsbuch der Klassensiegerin: 41/2 Freunde von Joachim Friedrich

Die 4 1/2 Freunde

 

Radieschen


4 1/2 FreundeRadieschen und Steffi sind Zwillinge. Seinen seltsamen Namen haben ihm seine Freunde gegeben, weil er kleiner als seine Zwillingsschwester ist und Rademacher heißt. Und ein kleiner Rademacher ist eben ein Radieschen. Radieschen ist, um ehrlich zu sein, ein ziemlicher Angsthase. Er wittert auf jedem Kilometer Gefahr. Schon bei der geringsten Aufregung flattert ihm das Hemd. Wenn es allerdings darauf ankommt, kann man sich auf ihn verlassen.

Steffi


4 1/2 FreundeSteffi ist das einzige Mädchen bei Kalle & Co. Sie ist Computer-Expertin und so jemanden kann man gut gebrauchen. Sie ist sehr vernünftig, in Mathe viel besser als ihr Bruder und es vergeht kein Tag, an dem sie Kalle nicht veräppelt. Meistens rettet sie die Situationen, wenn Kalle Blödsinn erzählt oder es bei den Männern mit dem Denken nicht so klappt.

Kalle


4 1/2 FreundeEr ist das genaue Gegenteil von Steffi. Er redet viel, meistens dummes Zeug, und er hält sich für den Größten. Er ist der Chef der Detektivbande, die er großspurig Detektivbüro Kalle & Co. genannt hat. Und seit es ihm gelungen ist, ein paar kleine Fälle mehr oder weniger zufällig aufzuklären, ist er kaum noch zu stoppen.

Friedhelm


4 1/2 FreundeFriedhelm ist nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Er ist der Hundeführer und macht diesen Job mit ganzem Herzen. Wenn jemand etwas gegen Tausendschön, seinen Hund, sagt, wird Friedhelm sozusagen zum Tier.

Tausendschön


4 1/2 FreundeTausendschön ist kein besonders hübscher Hund. Um genau zu sein: Mit seinem halb abgebissenen Ohr, seiner Zahnlücke, dem zerrupften Fell und den dünnen Beinchen ist er wahrscheinlich der hässlichste Hunde der Welt, wie die Leute von der Werbung sagen würden. Das einzig Schöne an ihm ist sein Name. Der drollige Tausendschön ist von den 4 1/2 Freunden nicht mehr wegzudenken.
© Thienemann Verlag

 

4 1/2 Freunde

Joachim FriedrichKarsten Rademacher hat es nicht leicht, wegen seiner geringen Körpergröße nennen ihn die Mitschüler nur Radieschen. Und gelegentlich hätte Karsten ja ganz gerne mitgemacht bei seinen Mitschülern im Detektivbüro Kalle & Co. Aber die nehmen nicht jeden auf. Das ändert sich, als Karsten eines Nachmittags die Höhle im Wald entdeckt.

4 1/2 Freunde
160 Seiten mit Illustrationen
EUR 9,90
EUR-A 10,20 / CHF 18,90
ISBN 3522 16826 7
Ab 10 Jahren

Dieser Titel ist erhältlich bei www.thienemann.de

 

„Keep smiling“ – neue Ausstellung in der Schülerbücherei

„Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag“ (Charlie Chaplin).

Deshalb sollten wir jeden Tag die Chance nutzen, um über irgendetwas zu lächeln oder besser noch zu lachen. Ein Besuch unserer neuen Ausstellung ist da schon einmal ein guter Anfang. Wir haben eine Auswahl witziger Bücher mit hohem Lachfaktor für euch zusammengestellt.