Monthly Archives: November 2013

UNESCO-Projektschulen: das Programm

In mehr als 100 Städten verteilt über die gesamte Bundesrepublik und auch im Ausland findet man sie: die etwa 200 unesco-projekt-schulen zwischen Flensburg und Überlingen am Bodensee, zwischen Heinsberg und Frankfurt an der Oder, davon sind 155 anerkannte und 45 mitarbeitende up-schulen. Weltweit sind es etwa 8800 Schulen, die im ASP-net (Associated Schools Projekt) in fast allen 191 Mitgliedstaaten der UNESCO mitarbeiten. Sie sind ganz „normale“ Schulen mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Auf dem Stundenplan stehen die Einhaltung der Menschenrechte, kulturelle und Umweltbildung und der gerechte Ausgleich zwischen Arm und Reich. Ob Grund- oder berufsbildende Schule, Gymnasium oder progressiver Schulversuch, staatliche Regelschule oder Privatschule – jeder Schultyp des deutschen Bildungssystems ist als unesco-projekt-schule vertreten. Die Aktionen, Projekte und Ideen sind bunt und vielfältig.

I. Schwerpunkte der Arbeit der unesco-projekt-schulen:

Unesco-Projekt-Schulen sind ein Netzwerk zur interkulturellen Bildung und setzen sich ein für:

eine Kultur des Friedens durch

  • Menschenrechtsbildung
  • Demokratieerziehung
  • Interkulturelles Lernen
  • Globales Lernen
  • Umweltbildung
  • UNESCO-Welterbeerziehung

im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung

II. Leitlinien

Menschenrechtsbildung / Demokratieerziehung

  • Die Menschenrechte und die Prinzipien der Demokratie kennen, sie im Alltag respektieren und für ihre Umsetzung einstehen
  • Kenntnisse über Verfahren der individuellen und gesellschaftlichen Konfliktbewältigung haben
  • Ursachen nationaler und internationaler Konflikte untersuchen und Initiativen für Konflikt-beilegung kennen
  • Das Spektrum der internationalen Verein-barungen verstehen; die Menschenrechtssituation kritisch bewerten, eine kritische Einstellung gegenüber unterschiedlichen Rechtssystemen entwickeln

Interkulturelles Lernen

  • Interesse für fremde Kulturen entwickeln, andere Kulturen und Lebensweisen kennen lernen und achten
  • Lernen, andere Perspek-tiven in Zusammenhängen zu erkennen, einzunehmen und Empathie zu entwickeln
  • Den erweiterten Kulturbegriff der UNESCO verstehen: Kulturpluralismus, Kultur als Tradition, Kommunikation und Zukunftsperspektiven
  • Respekt, Toleranz und Wertschätzung als Grundeinstellung entwickeln und danach handeln

Umwelterziehung

  • Die Umweltprobleme – Luft, Klima, Wasser, Boden, Artenvielfalt, Energie, Müll, Ressourcen – verstehen und in Verbindung zu unseren Lebensstilen bringen
  • Ideen zu umweltbewusstem Handeln entwickeln und zu ihrer Umsetzung beitragen
  • Ökologisches Verständnis entwickeln
  • Sich nachhaltig umwelt-bewusst verhalten

Globales Lernen

  • Es gibt nur Eine Welt, in der wir uns als Individuen in globalen Zusammenhängen sehen und verstehen
  • Globalisierung in allen Aspekten – positiven wie negativen – sehen und verstehen
  • Notwendigkeit internationaler Begegnung erkennen und Fähigkeiten zur interkulturellen Kooperation erwerben
  • Persönliche Mitverantwortung für Mensch und Umwelt erkennen, annehmen und auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene unter Berücksichtigung sozialer und ethischer Aspekte umsetzen

UNESCO-Welterbeerziehung

  • Deutsche, europäische und weltweite Welterbe-Stätten kennen und achten und als gemeinsames Erbe der Menschheit verstehen
  • Das Welterbe in seiner Vielfalt schätzen: Naturerbe, Kulturerbe, Erinnerungsstätten, Immaterielles Erbe
  • Aktiv am Erhalt und der Pflege bestehender Natur- und Kultur-Stätten mitarbeiten
  • Das UNESCO-Welterbe in Unterricht und Schulalltag verankern und nutzen, die Welterbestätten als außerschulische Lernorte erleben

III. Handlungsebenen

Wie lernen Schüler/innen in den unesco-projekt-schulen?

Die unesco-projekt-schulen …

Öffnung und Projektkultur

…ermöglichen ein Lernen unter Einbeziehung

  • neuer Medien,
  • außerschulischer Lernorte,
  • vielfältiger Personengruppen,
  • fächerübergreifende Strukturen,
  • des weltweiten Netzwerks des Associated Schools Project der UNESCO;

Partizipation

  • beziehen ALLE an der Gestaltung von Schule beteiligten Gruppen bei Entscheidungen und Veränderungen mit ein;
  • lernen „demokratisch handeln“;

Aktion

  • übernehmen Verantwortung;
  • entwickeln Handlungsstrategien in gesellschaftlichen Problemsituationen;
  • initiieren und beteiligen sich an Aktionen zur Bewusstmachung oder Lösung gesellschaftlicher Probleme;
  • setzen sich aktiv für eine „Kultur des Friedens“ ein durch Impulse in ihrem Stadtteil / ihrer Gemeinde / ihrer Stadt (Berichterstattung in den Lokalmedien, Anregung, Vorbild).

IV. Handlungskonzepte

Die unesco-projekt-schulen …

  • entwickeln ein Schulprogramm unter Einbeziehung der unesco-projekt-schul-Zielgruppen;
  • bilden ein aktives Netzwerk;
  • bringen sich aktiv im weltweiten Netzwerk des Associated Schools Projects (ASP) der UNESCO mit eigenen Aktionen, Beteiligungen, Partnerschaften und Diskussionen ein;
  • verbreiten die UNESCO-Ideen in ihrem lokalen Umfeld.

V. Aufgaben und Ziele

Vom Profil zum Programm:

Aus den genannten Zielen leiten sich Aufgaben und Verpflichtungen ab. Die Anerkennung einer Schule als unesco-projekt-schule und ihre Einbindung in das inter-/ nationale Netzwerk bedeutet:

  1. Die Schulen entwickeln Schulprogramme, in denen die Ziele und Schwerpunkte der Schule als unesco-projekt-schule verankert sind und nachhaltige, interkulturelle und Netzwerkarbeit verbindlich ist.
  2. Lehrer, Eltern, Schüler und Ausbildungsbetriebe werden über die Arbeit der unesco-projekt-schulen und die Schwerpunkte der eigenen Schule bzw. des Schulprogramms informiert und in die Entwicklung, Durchführung und Evaluation der Arbeit einbezogen.
  3. Jede unesco-projekt-schule unterhält aktive Kontakte zu anderen Schulen im UPS- (unesco-projekt-schulen) / ASP- (Associated Schools Project) Netzwerk in einem Nord-Süd-Ost-West-Dialog.
  4. Reale oder virtuelle Begegnungen und Kommunikation mit anderen UPS oder ASP-Schulen, aber auch mit Schulen in anderen Ländern werden zunehmend überfachlich organisiert und ermöglicht. Reflektierte interkulturelle Begegnungen und Schüleraustauschprogramme stehen im Vordergrund.
  5. Das außerschulische Umfeld (z.B. NGOs) einer UPS wird erkundet und in die Arbeit der Schule aktiv einbezogen.
  6. Eine ökologische Gestaltung und Nutzung des Schulgebäudes und -geländes einer UPS wird im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung geplant und realisiert. Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs und der Abfallbelastung werden organisiert.
  7. Projekte und andere Formen fächerübergreifenden Arbeitens werden verwirklicht.
  8. Das Erlernen elektronischer Kommunikation und deren Nutzung in der schulischen Arbeit wird den Schülern und Schülerinnen ermöglicht.
  9. An der Schule bzw. in den Ausbildungsbetrieben wird die UPS-Arbeit nach Möglichkeit gemeinsam von Schülern, Lehrern, Eltern organisiert.
  10. Regelmäßig bringen die Schulen im regionalen, nationalen und/oder internationalen Netzwerk Initiativen ein und berichten darüber.

VI. Verantwortlichkeiten

  1. Zur Koordinierung der Arbeit an einer Schule wird ein UPS-Ausschuss eingesetzt, bestehend aus Schülern, Lehrern und Eltern.
  2. Zu angebotenen Regional- und Jahrestagungen werden Vertreter/innen der Schulen entsandt, um als Multiplikatoren an der Schule und in der Region zu wirken.
  3. Jahresberichte werden für die Deutsche UNESCO-Kommission, die interne Schulentwicklung und für den Gebrauch im Netzwerk verfasst.
  4. In jedem Bundesland fördert ein/e RegionalkoordinatorIn die Kontakte und die Zusammenarbeit der unesco-projekt-schulen sowie interessierter Bildungseinrichtungen.
  5. Dem/der BundeskordinatorIn obliegen überregionale Aufgaben sowie internationale Kontakte.

(Quelle: http://www.ups-schulen.de/ueber_uns_ziele.php)

 

Kommentar: Neues Leben im alten Kloster

Neues Leben im alten Kloster

Friedrich von Schönborn aus der Klasse 10a schrieb den folgenden Artikel als Teil des Projekts der UNICEF „Schüler übernehmen die Schwäbische Zeitung“:

 

Die Idee ist gut: Flüchtlinge sollen im Kloster Weingarten eine neue Heimat finden. Doch die Planung ist schwer: Denkmalschutz und der marode Zustand des Gebäudes machen den Planern einen Strich durch die Rechnung. Bis zu einer halben Million Euro könnte die Sanierung der Anlage kosten. Doch die Kirche sieht es als ihre heilige Pflicht, dieses Projekt durchzubringen.

Das Geld ist gut angelegt. Mit den 30 Flüchtlingen zieht endlich wieder Leben ins Kloster ein. Zuletzt lebten im Kloster Weingarten nur noch drei Mönche. Trotz des maroden Zustands – im Vergleich zu den Auffanglagern in Südeuropa sind die ehemaligen Mönchszellen vermutlich noch recht komfortabel. In Italien haben die meisten Flüchtlinge fast keinen Platz zum Schlafen. Kaum menschenwürdige Bedingungen und schon gar nicht für Kinder.

Umso lobenswerter das Engagement der Kirche in Weingarten. Dieses Projekt könnte der Kirche nach all den Skandalen wieder zu mehr Ansehen verhelfen. Trotz enormer Kosten und Planungsschwierigkeiten – die Aussicht auf ein besseres Leben für viele Menschen ist aller Anstrengungen wert. (SZ, 26.11.2013)

„Jugendliche übernehmen die Schwäbische“ 2013

Auch ein Schüler des Progymnasiums war dabei: Friedrich von Schönborn aus der Klasse 10a. Mit sieben anderen Jugendlichen hat er am Dienstag, 19. November, die Mantelredaktion der Schwäbischen Zeitung in Ravensburg übernommen. Einen Tag lang waren die Talente die Chefs, haben Themen gesetzt, Artikel geschrieben und eifrig kommentiert. Die Schwäbische Zeitung hat diese Aktion im zweiten Jahr in Folge gemeinsam mit Unicef gestartet.

Aufmerksam verfolgen die jugendlichen Redakteure an der Medienwand in der Ravensburger Mantelredaktion die Ereignisse in Beirut: Johannes Schrön (von links), Fabian Rührnschopf, Friedrich Graf von Schönborn, Jessica Dadischeck, Mona Maidhof, Caroline Widm (Foto: Panoramafoto: Roland Rasemann)
Die Schülerredaktion, zweiter von rechts Friedrich von Schönborn. Bild: SZ


Die SZ schrieb dazu:

RAVENSBURG Wie schnell Ereignisse an einem fernen Ort uns betreffen können, haben am Dienstag acht junge Redakteure bei der Schwäbischen Zeitung gemerkt.

Die Schüler aus Orten wie Sigmaringen, Wangen, Ravensburg, Biberach und Aichstetten

(und last not least BAD BUCHAU! Anmerkung Martin Gabel)

haben am Dienstag unter Leitung der Chefredakteurin Franziska Zeh die Mantelseiten dieser Ausgabe entworfen und zum Teil auch selbst geschrieben. Auf dem Programm stand für elf Uhr eine Video-Konferenz mit zwei syrischen Jugendlichen, die als Flüchtlinge im Libanon leben. Organisiert worden war das halbstündige Gespräch mithilfe von Unicef im Libanon.

Doch dann traf um 9.31 Uhr die Nachricht von dem verheerenden Bombenanschlag in Beirut ein. Die syrischen Jugendlichen, mit denen die Jungredakteure hätten sprechen wollen, konnten ihre Häuser nicht verlassen. Immerhin gelang es dann im Laufe des Tages, mit einem der jungen Syrer zu telefonieren. Dem 20-jährigen Ali aus Syrien ging es gut. Die acht Jugendlichen waren vom deutschen Büro des Kinderhilfswerkes Unicef in Zusammenarbeit mit der Schwäbischen Zeitung ausgesucht worden. Diese Aktion, die bundesweit für Aufsehen sorgt, wurde in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal organisiert.

Bei Redaktionskonferenzen legten die jugendlichen Redakteure die Themen fest, die ihnen wichtig sind: die Situation von Asylbewerbern in Oberschwaben, die Lage jugendlicher Syrer, das Thema Jugend bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin oder auch die Tücken des Lebensmitteleinkaufs im Internet.

„Heute bringen wir Themen ins Gespräch, die uns persönlich interessieren und die wir schon immer einmal in der Zeitung sehen wollten“, sagte Mona Maidhof aus Heimenkirch. Ziel der jungen Redakteure war es, die heutige Ausgabe besonders für andere Jugendliche ansprechend zu gestalten.

(Quelle SZ vom 26.11.2013)

 

Elternbeiratssitzung und Schulkonferenz am Progymnasium Bad Buchau

Die Erfolge des letzten Schuljahrs werden weitergeführt. Highlights des schulpolitischen Programms sind die mögliche Einführung der Ganztagesbetreuung und die Weiterentwicklung zur UNESCO- Projektschule.

Das Progymnasium hat für das neue Schuljahr 2013/14 neue Elternvertreter gewählt. In Elterbeiratssitzung und Schulkonferenz stellte Direktor Hoffmann zunächst die Anknüpfungspunkte an das letzte Schuljahr dar. Das neue Konzept der Einschulung von Fünftklässlern sei gut aufgenommen, der Info-Bereich der Hompepage stark ausgeweitet und durch die überarbeitete Schulordnung vervollständigt worden.

Zum Ergänzungsangebot gehört unter anderen wieder die Spanisch-AG, die bei den hochmotivierten Schülern nach einem Jahr sogar zum A2-Abschluss führte, das Schülerforschungszentrum in Bad Saulgau und die PC-Mentoren.

Das erfolgreiche Doppelstundenmodell wird weitergeführt, dabei aber flexibler umgesetzt. Die Arbeit der Schulgemeinde zum Thema Mobbing ist in Klassencodices eingegangen; Eltern und Lehrer haben ihren Beitrag zu eine Schulkodex fertiggestellt. In Zusammenarbeit mit der Präventionsbeauftragten des Regierungspräsidiums Tübingen wird die Schule ihr Präventions-Curriculum weiter ausbauen.

Bei der Schulentwicklung werden Förderkonzepte in den verschiedenen Klassenstufen und Fächern weiter ausgearbeitet („Schüler helfen Schülern“); Streitschlichter werden in Klasse 7 ausgebildet. Das Methoden-Curriculum und das Modul „Lernen lernen“ in Klasse 5 und 6 werden weiter verfeinert.

Von besonderem Interesse sind die programmatischen Punkte. So soll der zu vermutende Bedarf an Ganztagesbetreuung durch eine Erhebung überprüft werden. Ohne Zweifel würde eine Ganztagesbetreuung die Attraktivität und Akzeptanz des Progymnasiums weiter steigern.

Außerdem beschloss die Schulkonferenz, einen Antrag auf Zulassung zur UNESCO-Projektschule zu stellen. Viele Anforderungen dieses anspruchsvollen und der globalisierten Welt entsprechenden Schultyps erfüllt das Progymnasium schon jetzt, sodass die zahlreichen schulischen und außerschulischen Aktivitäten in einem schlüssigen Konzept gebündelt und verstärkt werden könnten.

Im Austausch besonders zu den letzten Punkten wurde das große Engagement und der enge Zusammenhalt der Schulgemeinschaft in dem Anliegen deutlich, die pädagogische Qualität des Progymnasiums weiter zu steigern.

Elternbeiratsvorsitz

Elternbeiratsvorsitzende: Frau Silvia Marquardt

Stellvertreterin: Frau Monika Reisch

Vertreter Schulkonferenz

1. Vertreterin Frau Sylvia Miller

2. Vertreterin Frau Alexandra Diebold

1. Stellvertreterin Frau Monika Blank

2. Stellvertreter Herr Siegfried Grimm

MFM-Projekt von Regina Mayer

Sich als Frau oder Mann zu bejahen und die körperlichen Veränderungen in der Pubertät in positiver Weise zu erleben ist eine wichtige Entwicklungsaufgabe. Deshalb finden am 11. /12. Februar 2014 am Progymnasium Bad Buchau die Workshops zum MFM-Projekt statt. Angesprochen sind die Schüler und Schülerinnen sowie die Eltern der Klassen 6.

Wie ist das MFM-Projekt entstanden? Trotz Aufklärung im Elternhaus, Informationen aus Biologieunterricht und modernen Medien zeigen aktuelle Statistiken, dass das Alter der ungewollten Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche immer weiter sinkt. Das MFM-Projekt für Mädchen (Mädchen-Frauen-Meine Tage) wurde 1999 von Dr. Elisabeth Raith-Paula entwickelt. Da das Erleben des eigenen Körpers großen Einfluss auf das Selbstgefühl von Jugendlichen hat, wurde das MFM-Projekt ins Leben gerufen. Es soll die Wertschätzung des eigenen Körpers verbessern, eine Grundvoraussetzung, um sich im eigenen Körper wohlzufühlen und später verantwortlich mit Sexualität und Fruchtbarkeit umzugehen.

Durch den großen Erfolg wurde der Ruf nach einem entsprechenden Projekt für Jungen immer lauter. Und so wurde 2003 das Zwillingsprojekt für Jungen entwickelt, MFM – Männer für Männer. Im November 2012 wurde das gründerbetriebene MFM-Projekt in den unabhängigen, gemeinnützigen Verein MFM Deutschland e.V. umgewandelt. Dabei handelt es sich um einen Verein „für wertorientierte sexualpädagogische Präventionsangebote“.

Die Eltern sind in dieser Entwicklungsphase der wichtigste Ansprechpartner beim Thema Aufklärung und so ist ein gemeinsames Vorgehen von Schule und Elternhaus geplant. Manchen Eltern mag es in der 6. Klasse vielleicht noch etwas früh erscheinen, aber die Erfahrungen zeigen, dass Ende Klasse 5 oder Klasse 6 ein geeigneter Zeitraum für diese Workshops darstellen, denn unerwartet und plötzlich wird man mit Situationen und Fragen konfrontiert, die einen dann doch als Eltern überrumpeln.

Am Progymnasium Bad Buchau werden die MFM-Workshops schon seit vielen Jahren durchgeführt, in diesem Schuljahr für beide Klassen 6 am 12. Februar2014. Während im Biologieunterricht in Klasse 6 Begrifflichkeiten und biologische Vorgänge im Körper vermittelt werden, wird im MFM-Projekt in Rollenspielen und anschaulichen Entdeckungsreisen geschlechtsspezifisch auf die Vorgänge im Körper eingegangen.

Für die Eltern wird am 11. Februar 2014, ebenfalls geschlechtsspezifisch, ein Abend für Eltern geplant, in dem die einzelnen Teile des Projekttages vorgestellt und angesprochen werden, so dass die Eltern über den Ablauf Bescheid wissen und innerhalb der Familie mit ihren Kindern ins Gespräch gehen können.

Dank dem Förderverein des PG Bad Buchau und der AOK Biberach können die Workshops umsonst angeboten werden.

Informationsabend zum Technischen Gymnasium

Die Gewerbliche Schule Bad Saulgau veranstaltete für interessierte Schüler und Eltern am 27.11.2013 um 19.00 Uhr einen Informationsabend über das Technische Gymnasium und die Technischen Berufskollegs.

 

Erlebnisreiche Tage am Bodensee

Die Klassen 6a und 6b des Progymnasiums waren im Schullandheim

Fünf Tage, von Montag bis Freitag, waren die beiden sechsten Klassen des Progymnasiums Bad Buchau im Schullandheim in Überlingen am Bodensee. Da auch das Wetter fast immer mitspielte, konnten die Schülerinnen und Schüler schöne Herbsttage am Bodensee erleben. Die Unterkunft in der Jugendherberge „Martin Buber“ hat allen gefallen, denn außer ausgiebigem Frühstück und gutem Abendessen stand auch die Benutzung der Sporthalle und des Hallenbades auf dem Programm. Die Tage waren prall gefüllt mit interessanten Besichtigungen und spannenden Informationen rund um den Bodensee. Die Wasserschutzpolizei in Überlingen erklärte ihre Einsätze auf ihrem Boot und bei der Bodenseewasserversorgung in Sipplingen konnte man erfahren, wo genau und wie viel Wasser aus dem Bodensee entnommen wird, um Trinkwasser zu gewinnen. Mit einem Stadtspiel und einer Führung wurde die Stadt Überlingen erkundet und gruselig ging es dann in der Folterkammer der Meersburg zu. Spektakuläre Höhepunkte waren sicher der Besuch des Reptilienhauses in Unteruhldingen und des bekannten „Sealife“ – Aquariums in Konstanz. Wo sonst kann man bei der Fütterung der Pinguine dabei sein oder darf eine ausgewachsene Schlange in der Hand halten? Auch für die Abende hatten Schüler und Lehrer ein abwechslungsreiches Programm organisiert – vom Filmabend über den Spieleabend bis zu einer tollen Nachtwanderung bei Vollmond mit Aussicht auf den Bodensee. Auf dem Weg nach Hause machten die Klassen noch Halt in Salem am Affenberg, allerdings waren die Affen so früh am Morgen doch noch etwas verschlafen und fanden das leckere Popcorn noch nicht so anziehend. Als der Bus wieder in Bad Buchau ankam, waren sich alle einig, dass dieses Schullandheim eine wichtige Erfahrung für die Klassengemeinschaft darstellte.

Frederick-Tag – Siegerehrung Plakataktion

Am 07.11.2013 wurden in der großen Pause die Gewinnerinnen und Gewinner der diesjährigen Plakataktion zum Fredericktag bekannt gegeben. Dabei ging der heiß ersehnte erste Preis an Alex Waidmann mit seinem Poster zu Herman Melvilles Roman Moby Dick.

In der Woche vor den Herbstferien arbeiteten beide 5. Klassen eifrig daran, ihre Lieblingsbücher der Schulgemeinschaft auf Plakaten vorzustellen. Wie schon im letzten Jahr fand die Aktion im Rahmen des Fredericktags, dem landesweiten Literatur-Lese-Fest, statt. Bei den Schülerinnen und Schülern stieß die Aktion auf große Begeisterung. „Wie toll, dann habe ich ein Poster meines Lieblingsbuchs zuhause!“, freute sich Laura Grimm aus der Klasse 5a.

Zwischen dem 04.11 und dem 06.11.2013 hingen die Werke im Schulhaus aus und die ganze Schulgemeinschaft konnte beim Team der Schülerbücherei, welche die Aktion organisierte, ihre Stimmen abgeben. Die zur Präsentation ausgewählten Bücher geben dabei Aufschluss über die Lesegewohnheiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. So belegten Lara Zöllin und Victoria Hammer mit dem Fantasyroman „Die Vampirschwestern“ der Autorin Franziska Gehm den zweiten Platz. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreuten sich bei den Schülerinnen Romane rund ums Pferd und andere Titel mit vierbeinigen Helden. Aus ihrer eigenen Jugend werden viele Eltern noch die Buchreihe „Die drei ???“ kennen. Allerdings hat die Reihe Zuwachs bekommen: „Die drei!!!“ richten sich an ein weibliches Publikum und lösen gemeinsam in vielen Bänden spannende Fälle. Die männlichen Leser setzen ihr Augenmerk mehr auf Unterhaltung und Action, wie auch das Buch POW des drittplatzierten Elias Buck zeigte.

In diesem Jugendbuch von Michael Fry geht es um den etwas zu kurz geratenen Paul, der sich gegen den größten Fiesling seiner Schule zur Wehr setzen muss. Dabei gefallen den Lesern vor allem die Comic Elemente – ein Feature, über das auch die Reihe „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kiney verfügt, das in der Schülerbücherei ein oft ausgeliehener Dauerbrenner ist.

Vortrag an der Federseeschule zum Thema Konzentration

Konzentration –  der Schlüssel zum effektiven Lernen!

„Würdest du dich mal richtig konzentrieren, wärst du schon fertig!“, Hand auf´s Herz, wer hat das nicht schon mal zu seinem Schulkind gesagt und einen Nachmittag mit jeder Menge Diskussionen erlebt?

Wenn ein Kind beispielsweise konzentriert an seine Hausaufgaben herangeht, wird es diese auch effektiv und somit schnell lösen. Eigentlich wissen wir das alle, aber welche Faktoren bestimmen die Konzentration?

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Kind aufmerksam ist? Diesen Fragen wird die langjährige Lerntrainerin Irmgard Högerle nachgehen und in einem, wie immer lebhaften  und lebensnahen Vortrag für Eltern und Erziehende darstellen.

Der Förderverein Federseeschule Bad Buchau freut sich auf Ihren Besuch; Datum: Mittwoch, 13.11.13, Ort: Musiksaal Federseeschule Bad Buchau, Uhrzeit: 19.30 h; Eintritt € 2,–; Vereinsmitglieder frei.

Spannung, Spiel und Schokolade!

Spannung, Spiel und Schokolade! – Eine interkulturelle Begegnung auf oberschwäbischem Terrain. 

 

Vom 10.-17. Oktober 2013 fand der 32. deutsch-französische Schüleraustausch des Progymnasiums Bad Buchau und Bad Schussenried mit ihrer Partnerschule aus Le Lion d’Angers statt. 50 französische Schüler wagten sich mutig in die oberschwäbische Ferne, wo sie mit Spannung von ihren Partnern erwartet wurden. Es gab auch viel zu erleben und zu sehen, begleitet von zwar herbstlichen Temperaturen, aber auch vielen wärmenden Sonnenstrahlen. Neben einem interkulturellen Begegnungs- und Spielenachmittag zum Auftakt, standen auch Ausflüge nach Ravensburg, an den Bodensee und zur SINNWELT in Biberach auf dem Programm. Die vorletzte Etappe vor der Heimfahrt war dann RITTERSPORT in Waldenbuch. Dort wurden nicht nur herrliche Schokoladenkreationen im Schokoatelier geschaffen und natürlich auch verköstigt, sondern auch das ein oder andere Täfelchen als Reisepräsent mit eingepackt. Abschluss  des Aufenthaltes war der gemeinsame Besuch der WILHELMA in Stuttgart , und  bei Eisbär, Äffchen und Co. kam dann die Zeit fürs tränenreiche au revoir, fast wie im Kino eben.

 

Dass es mit der Kommunikation zwischen den Partnern so gut klappte, lag natürlich auch daran, dass sie sich schon nach Pfingsten in Frankreich kennen gelernt hatten. 26 Schüler der Klassen 7a und 7b des Progymnasiums Bad Buchau sowie  27 Achtklässler des Kaspar-Mohr-Progymnasiums von Bad Schussenried hatten vom 06. bis 13. Juni 2013 eine erlebnisreiche Woche bei ihren Partnern in Le Lion d’Angers im Westen Frankreichs verbracht. Die Fahrten an den Ärmelkanal,  mit Besichtigung des Mont St.Michel und der ehemaligen Korsarenstadt St.Malo, an den Atlantik nordwestlich von Nantes, mit der wilden Felsenküste von Le Croisic  und  dem kilometerlangen Sandstrand von La Baule, sowie der Streifzug durch Paris auf der Heimreise  werden allen unvergesslich bleiben. Nicht nur der landschaftliche Kontrast zur oberschwäbischen Heimat, sondern auch die Einblicke in das französische Familienleben, welche die 13- bis 15-jährigen vor allem am Wochenende gewinnen konnten, sind eindrucksvolle Souvenirs, die keine Unterrichtsstunde zu vermitteln vermag.

I.Wieser u. A. Schumann-Rabe/Progymnasium Bad Buchau